Nachdem ich entdeckt hatte, wie sehr mir doch der Sandstone gefällt hatte ich ihn ja im Jaywalkermuster angestrickt. Bis zur ersten Ferse bin ich nicht gekommen, denn das Muster passte nicht an meine Füße.
Und das lag daran: die angegebene Maschenanzahl für die Socke machte dieselbe einfach viel zu weit für meine Storchenbeine. (fiel mir glücklicherweise schon direkt nach dem Bündchen ins Auge) Da man es aber nicht um beliebig viele Maschen verkleinern oder vergrößern kann, sondern es sich dann immer gleich um 8 Maschen mehr oder weniger handeln muss, kam bei der mir zur Verfügung stehenden Nadelstärken nichts passendes heraus. Denn kurz vor der ersten Ferse kam ich auf die geniale Idee doch noch mal auszuprobieren, ob der Socke nun mit der geringeren Maschenanzahl auch passt. Dachte ich mir es doch. Dieses Mal viel zu eng. Lerneffekt: ich probiere jetzt immer gleich nach dem Bündchen, wenn ich ein paar Reihen des entsprechenden Musters gestrickt habe.
Also wieder geribbelt, mich vor den Computer gesetzt und alle schön alphabetisch abgespeicherten Sockenmuster durchforstet. Ergebnis: Die
Globe Trotter Socks sollten es sein. Nachdem ich sie ja schon einmal wegen des gleichen Problems in Laguna geribbelt hatte (wie war das mit dem Lerneffekt?) sollte dieses Mal alles gut gehen. Und es ging gut. Die erste Socke ist vernäht, die zweite derzeit in Fersenhöhe.
Natürlich musste ich, um meiner Baustellenkrankheit alle Ehre zu tun (ist es nicht so, dass jeder Kranke ein wenig Stolz auf sein Malheur ist???) eine zweite Socke anfangen.

Sheepaints Sockenwolle mit Bambus in „Beeren“
Die Wolle, bei
Sabine im Shop ergattert (man kann heutzutage ja nicht mehr von erwerben, sondern nur noch von ergattern, oder besser noch von erkämpfen sprechen) also, bei Sabine erkämpft hatte es mir so sehr angetan, dass ich ganz dringend sehen wollte, wie sie verstrickt aussieht. Ein Muster hatte ich auch gleich gefunden, das
„Vinnland“ von The AntiCraft.
Meine Entschuldigung für das Parallelstricken lautet: ein Muster ohne viel Nachdenken, wenn man nicht zählen und sich auf ein Chart konzentrieren kann, das zweite Muster für ruhige Momente, in denen Konzentration möglich ist.
Und das geht ganz gut. Ich bin eh nicht die schnellste im Stricken, aber innerhalb von fünf Tagen habe ich zwei Socken beendet, einen dritten bis zum Bündchen fertig, und der vierte steht kurz vor der Ferse. Ein paar Socken in vier bis fünf Tagen ist normal bei mir, also stehe ich voll im Limit.
Bei den Beerensocken habe ich eine entscheidende Veränderung vorgenommen. Da ich immer noch nicht hinter das Geheimnis der Toe-up gestrickten Socken gekommen bin, habe ich das Muster einfach von oben gestrickt. Es steht nun also Kopf, was seiner Schönheit aber keinerlei Abbruch tut.
Wolligkeiten - 21. Jun, 16:06