Dienstag, 25. September 2007

Ein Umzug steht in Haus...

Von nun an werde ich hier über meine Strickleidenschaft und Wollsüchteleien berichten.

Dienstag, 14. August 2007

Jeder spricht vom Sommerloch…

Auch in meinem Blog habe ich nun eines entdeckt.
Stopfen kann ich es momentan nicht, aber ich habe mir gedacht ich kann die kleine handvoll treuer Leser und Freunde nicht einfach so wortlos verlassen.

Und das mache ich im Moment anstelle des Strickens:
Ich tingele mit meiner anderen Leidenschaft durch die Lande.

cismar
traditioneller Kunsthandwerkermarkt
Klosterfest Cismar, August 2007

Anfang September werde ich dann wieder meine Runden drehen und wünsche allen bis dahin noch sonnige und erholsame (Urlaubs)Tage.

PS: noch ein wenig Schleichwerbung in eigener Sache: Was lange währt wird endlich gut. Unsere Seite steht. Die letzten Bilder werden in den folgenden Tagen in die Galerie eingepflegt und dann isse ferddisch. Darüber bin ich total glücklich.

Samstag, 28. Juli 2007

Deutsche Strick-Community

Mittwoch, 11. Juli 2007

Wenn einer eine Reise macht…

…dann hat er was zu erzählen.

Irgendwann einmal habe ich ein paar E-Mails mit der netten Dame aus dem Hause Cecie getauscht. Dabei bot sie mir an, wenn ich doch mal wieder in Berlin bin solle ich mich melden, auf einen Kaffee.
Gesagt, getan. So trafen wir uns also letzten Samstag in einem netten Café zum Brunch.

Zuerst dachte ich doch gleich zu Beginn in ein Fettnäpfchen getreten zu sein, denn ich schlug vor, dass wir uns bei der Fadeninsel in Kreuzberg treffen könnten. Die kannte ich nämlich noch nicht. Das o.k. kam etwas zögerlich und gleich mit der Einschränkung, dass sie ihre Finger gekreuzt und weg von der Geldbörse halten würde. Aber ich glaube, wir waren ganz vorbildlich, was das Geldausgeben angeht. Glücklich bin ich über meinen Vorschlag im Nachhinein sehr, denn nach langer Zeit habe ich endlich das passende Garn für ein ausstehendes Strickprojekt gefunden. Mit dem Butterfly aus der Rowan 35 liebäugele ich schon seit Ewigkeiten, aber meine favorisierte Garnfarbe wurde letzten Herbst – übrigens kurz bevor ich mich dann doch zum Kauf der super teuren Kid Silk Haze durchgerungen hatte – aus dem Programm genommen. Aber bei dem Preis wollte ich nicht irgendeine Farbe nehmen. Also Geduld haben und nach Ausweichmöglichkeiten schauen. Eine solche lief mir dann in Form der Soffice in der Fadeninsel über den Weg. Das passende Unterkleid für das hauchdünne Teilchen befindet natürlich auch schon längst in meinem Besitz. Auf dem Bild ist die zuckersüße Spitze des Saums zu sehen. Wahrscheinlich werde ich die in der Anleitung vorgeschriebenen Rocaille beim Stricken weg lassen, dass ist dann irgendwie doch zuviel des Guten.
Ach, wie freu ich mich!

Soffice-und-Butterfly

Zurück zu unserem Treffen: ein nettes Lokal, ein superleckeres Buffet und natürlich Silke. Ein total schöner Samstag. Ich war so froh mal mit jemanden zu schnacken, der genauso begeistert vom Stricken ist, der sich an Wolle nicht satt sehen kann und für sein Leben gern strickt – für den es aber auch noch andere Dinge im Leben gibt und wichtig sind. Ich kann nicht sagen, dass wir uns über Gott und die Welt unterhalten haben, aber es war schön zu sehen, dass wir nicht nur dieses eine Gesprächsthema hatten.
Wunderbar, liebe Silke Dich getroffen zu haben, ich hoffe es war nicht das letzte Mal das wir uns gesehen haben. Die Einladung steht natürlich, keine Frage, auch wenn ich nun die Nuss doch allein geknackt habe. Es hat mir natürlich keine Ruhe gelassen und den ganzen Sonntag habe ich probiert und probiert. Toe up werden von nun an meine Socken gestrickt.
Sei trotzdem gewarnt: beim nächsten Berlinbesuch drängel’ ich mich wieder auf. :o)

Donnerstag, 21. Juni 2007

Sandstone meets Beeren

Nachdem ich entdeckt hatte, wie sehr mir doch der Sandstone gefällt hatte ich ihn ja im Jaywalkermuster angestrickt. Bis zur ersten Ferse bin ich nicht gekommen, denn das Muster passte nicht an meine Füße.
Und das lag daran: die angegebene Maschenanzahl für die Socke machte dieselbe einfach viel zu weit für meine Storchenbeine. (fiel mir glücklicherweise schon direkt nach dem Bündchen ins Auge) Da man es aber nicht um beliebig viele Maschen verkleinern oder vergrößern kann, sondern es sich dann immer gleich um 8 Maschen mehr oder weniger handeln muss, kam bei der mir zur Verfügung stehenden Nadelstärken nichts passendes heraus. Denn kurz vor der ersten Ferse kam ich auf die geniale Idee doch noch mal auszuprobieren, ob der Socke nun mit der geringeren Maschenanzahl auch passt. Dachte ich mir es doch. Dieses Mal viel zu eng. Lerneffekt: ich probiere jetzt immer gleich nach dem Bündchen, wenn ich ein paar Reihen des entsprechenden Musters gestrickt habe.
Also wieder geribbelt, mich vor den Computer gesetzt und alle schön alphabetisch abgespeicherten Sockenmuster durchforstet. Ergebnis: Die Globe Trotter Socks sollten es sein. Nachdem ich sie ja schon einmal wegen des gleichen Problems in Laguna geribbelt hatte (wie war das mit dem Lerneffekt?) sollte dieses Mal alles gut gehen. Und es ging gut. Die erste Socke ist vernäht, die zweite derzeit in Fersenhöhe.
Natürlich musste ich, um meiner Baustellenkrankheit alle Ehre zu tun (ist es nicht so, dass jeder Kranke ein wenig Stolz auf sein Malheur ist???) eine zweite Socke anfangen.

BeerenStrang1
Sheepaints Sockenwolle mit Bambus in „Beeren“

Die Wolle, bei Sabine im Shop ergattert (man kann heutzutage ja nicht mehr von erwerben, sondern nur noch von ergattern, oder besser noch von erkämpfen sprechen) also, bei Sabine erkämpft hatte es mir so sehr angetan, dass ich ganz dringend sehen wollte, wie sie verstrickt aussieht. Ein Muster hatte ich auch gleich gefunden, das „Vinnland“ von The AntiCraft.

Sandstone-Meets-Beeren1

Meine Entschuldigung für das Parallelstricken lautet: ein Muster ohne viel Nachdenken, wenn man nicht zählen und sich auf ein Chart konzentrieren kann, das zweite Muster für ruhige Momente, in denen Konzentration möglich ist.
Und das geht ganz gut. Ich bin eh nicht die schnellste im Stricken, aber innerhalb von fünf Tagen habe ich zwei Socken beendet, einen dritten bis zum Bündchen fertig, und der vierte steht kurz vor der Ferse. Ein paar Socken in vier bis fünf Tagen ist normal bei mir, also stehe ich voll im Limit.

Details

Bei den Beerensocken habe ich eine entscheidende Veränderung vorgenommen. Da ich immer noch nicht hinter das Geheimnis der Toe-up gestrickten Socken gekommen bin, habe ich das Muster einfach von oben gestrickt. Es steht nun also Kopf, was seiner Schönheit aber keinerlei Abbruch tut.

Montag, 18. Juni 2007

Der beste Käsekuchen der mir je unter gekommen ist…

Sheepaints-Cheesecake
Sheepaints, Cheesecake,
Sockenwolle 420m/100g

Viel zu schön um darauf zu laufen. Also hatte ich folgende Idee:

Kinderstrickjacke-mit-Wollmuster
Mädchenstrickjacke

Gesehen hatte ich so etwas bei Noa Noa Miniature. Fand ich total entzückend, aber war mir damals einfach zu teuer. Und als ich mich endlich durchgerungen hatte sie doch zu kaufen war sie natürlich weg und nicht mehr nachbestellbar. Also blieb nur der Versuch des Selbermachens. Aufmalen und ausprobieren. Die Jacke ist etwas länger, glatt rechts, mit einem breiten Einsatz im 2er Rippenmuster. Kragen und Blenden sollten im Perlmuster gestrickt werden. (Beim Original war das, so glaube ich mich zu erinnern auch im Rippenmuster gestrickt)
Aus dem Vorhaben ist aber leider nichts geworden. Nachdem ich das Rückenteil, beide Vorderteile und einen Ärmel fertig hatte habe ich unter Schmerzen geribbelt. Mein Mann sagt ich hätte einen Knall.
Das Original war in einem schönen Wollweiß gehalten. Ich fand die zarten Farben des Cheesecake genauso passend für ein Kinderstrickjäckchen wie das Wollweiß. Und nachdem die Stränge bei Sheepaints im Shop irgendwie niemanden zum Kauf reizten – sie verblieben unerklärlich lange im Shop - riss ich sie mir alle drei unter den Nagel. Entweder hat Sabine dabei ausnahmsweise mal nur meinen Geschmack getroffen, oder es war so ein Aschenputtelfall. Keiner konnte die wahre Schönheit erkennen.
Zurück zum Stricken: ich habe also, obwohl kurz vor dem Ziel, nach reiflichem Überlegen geribbelt. Aus folgendem Grund: Die Wolle mustert zwar auch bei größeren Strickteilen gleichmäßig, aber da Rücken, Vorderteile und Ärmel eine andere Maschenzahl und damit andere Musterung haben, hatte ich am Ende 5 verschiedene Muster. Das war mir einfach viel zu unruhig. Ich konnte diese traumhafte Wolle nicht als Jäckchen sehen. So wie ich keine Ballonsocken, oder Plastikpullover sehen kann. Ich bin nun mal so. Entweder richtig und zu vollster Zufriedenheit, oder gar nicht. In dem Fall gar nicht. Das Ganze hat mich ganz schön deprimiert, da ich bei einer Nadelstärke von 3,00 mm schon ewig an dem Teil gesessen hatte (ich bin bei Weitem nicht die Schnellste, wenn es ums Stricken geht), aber nach zwei langen Grübelrunden wurde die Entscheidung für richtig befunden. Nun habe ich drei wundervolle Stränge und alles ist wieder offen.

Einen habe ich auch schon angefangen – ich musste einfach! - und das ist dabei herausgekommen:

Cheesecake-Fuesslinge1
Regia Füßlinge

Also doch darauf herumlaufen?
Ja, aber nicht nur. Ich werde nach einer angemessenen Zeit der Trauer mir etwas Schönes dafür ausdenken. Es gibt ja so viele wunderbare Dinge, die gestrickt werden wollen. Und die Strickjacke mache ich irgendwann auch noch mal in Uni. Von dem Entwurf bin ich nämlich immer noch sehr angetan.
Und in der Zwischenzeit werde ich mich meinen anderen zahlreichen Baustellen widmen – möge ich stark sein!!

Montag, 4. Juni 2007

Die Schönheit der Dinge…

…erkennt man oft nicht auf den ersten Blick.

So ergangen ist es mir bei diesem Strang.
Sandstone-Strang
Sheepaints, Sandstone, Sockenwolle mit Bambusanteil

Beim Kauf auf Sabines Seite für anschaffenswert befunden, löste der Strang als ich ihn dann in den Händen hielt nicht wirklich große Begeisterungsstürme bei mir aus. Nichts desto trotzdem eine wunderschöne Wolle, die sich sehr gut für meine Verschenke-Vorratskiste machen würde - dachte ich.
Aber weit gefehlt.
Ich wollte jetzt unbedingt die mal Jaywalker Socks aus der Magknits ausprobieren und durchforstete meine Vorratskiste nach einem Strang, der nicht ganz so farbenfroh eingefärbt war, da ich viele der Jaywalkers im Netzt als zu bunt empfinde. Meiner Meinung nach verstehen sich in dem Fall ausgeprägte Farben und das Muster nicht so ganz.
Dabei fiel mir der Sandstonestrang in die Hände. Wunderbar dezente Farben. Könnte man ausprobieren. Gesagt, getan. Und was soll ich sagen. Ich hätte für dieses Sockenmuster keinen besseren Strang auswählen können. Schon jetzt bin ich so was von begeistert und unglaublich froh den Strang nicht verschenkt zu haben.

Aber ist es im richtigen Leben nicht auch oft so, dass die innere Schönheit viel schwerer wiegt und nicht sofort sichtbar ist? Liebe auf den zweiten Blick!

Jaywalker-Socks-in-Sandstone
angestrickter Jaywalker aus der Magknits

Und das Beste daran: diese Socken stricke ich für mich.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Es ist nicht alles Gold was glänzt…

…kann aber mindestens genauso glücklich machen.

Zwiebelfaerbung

Ich habe mich wieder einmal an das wunderbare Buch von Dorothea Fischer gewagt, denn nach monatelanger Sammelaktion hatte ich auch genug Zwiebelschalen zusammen um 100g Wolle zu färben.
Also habe ich mir bei Handgefärbt.com Sockenwolle bestellt und einige Apotheken abgeklappert, bis ich endlich eine gefunden hatte, die bereit war mir Weinsteinrahm zu besorgen. Alaun ist ja nicht das Problem, aber bei Weinsteinrahm habe ich mehrmals ein „hä?“ geerntet, als ich danach fragte.
Aber letzten Endes hatte ich alles zusammen und konnte beginnen.

Zwiebelstrang

Da ich schon einmal mit Pflanzenfarben gefärbt hatte und damals mit dem Ergebnis sehr zufrieden war, aber im Nachhinein beim Betrachten des Stranges denke, dass die Farbe doch etwas langweilig ist habe ich für diese Färbung etwas Neues ausprobiert. Ich habe nämlich den Strang in regelmäßigen Abständen abgebunden um verschiedene Farbintensitäten zu erhalten.

Zwiebelwolle-gewickelt

Das hat auch ganz gut geklappt. Herausgekommen sind einige weiße Stellen, die von hellgelben Abschnitten umrahmt sind, die Farbe intensiviert sich dann bis in einen gelblich-orangenen Kupferton. Ein bisschen wie Batiken. Leider ist mir trotz aller Vorsicht die Wolle etwas verfilzt. Nicht schlimm, auch die Kratzigkeit hält sich in Grenzen, aber man merkt es, wenn man Vorher/Nachher vergleicht. Natürlich konnte mich nichts bei meinen anderen Baustellen halten und ich musste sie gleich anstricken. Ich habe ein paar Socken für meine Tochter gestrickt und habe mir dafür das Waffelmuster ausgesucht. Inspiriert hat mich dabei Maartje mit ihren wunderbaren Waffelmustersocken.

Zwiebelsocke

Im Nachhinein bin ich mit der Entscheidung für dieses Muster mehr als zufrieden, denn mir fiel auf, dass die Socken tatsächlich etwas von den Waffeln haben, die es früher bei uns zu Hause gab.
Schön golden, und mit etwas Puderzucker besträubt. Lecker.

Wem die Stunde schlägt...

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